Beschreibung
In der Philosophie werden vornehmlich Begriffe und Kategorien definiert, geklärt und in einen logischen Zusammenhang gebracht. Eine Philosophie auf wissenschaftlicher Grundlage kann nur auf materialistischer und dialektischer Basis formuliert werden; sie ist anderenfalls unvollständig, weil sie nicht das reale Leben und Arbeiten der Menschen berücksichtigt. Viele Wissenschaftler haben mit dem Begriff der Emergenz einen ersten Schritt in Richtung Dialektik getan. Reden wir von Kategorien und Begriffen, so ist es jedoch ein bisher ungelöstes Problem, den Zufall in eine Theorie der Kausalität einzubinden. In den erwähnten klassischen und modernsten Theorien aus Natur- und Sozialwissenschaften lässt sich durchaus zeigen, dass es möglich ist, den Zufall widerspruchsfrei nicht nur in die Philosophie, sondern auch in das System der Wissenschaften als eine objektive Erscheinungsform von Prozessen einzuordnen. Man muss dazu nicht annehmen, dass das Kausalitätsprinzip verletzt wird, denn beim Zufall fallen Ursache und Wirkung zusammen. Außerdem wird eine Erklärung präsentiert, warum sich Gebiete wie Literatur, Musik, Jazzimprovisation, überhaupt Kreativität in allen Künsten sich einer jeden Theoriebildung entziehen, wie Stanislaw Lem es schon für die Literatur festgestellt hatte. Der Grund ist der überproportionale Einfluss des objektiven Zufalls, der durch einen nicht-steuerbaren Einfluss des Unbewussten auf diese Form menschlicher Aktivität zustande kommt. Insofern ist es dem Autor gelungen, eine wissenschaftlich begründete Erklärung des Zufalls zu geben, und zwar sowohl in Natur- als auch Gesellschaftswissenschaften.
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