Beschreibung
Nominalisten (lateinisch ,nominales'), auch ,moderni' genannt, hießen im Mittelalter die Philosophen und Logiker, die bestreiten, dass die Dinge in sich einen Allgemeinheitswert tragen, der auch die Bedeutung der zu ihrer Bezeichnung verwendeten Begriffe begründe. Berühmtester und vielfach kritisierter Vertreter dieser großen Schule war Wilhelm Ockham (1285-1347). Ihre Gegner waren die ,antiqui' oder Realisten (lateinisch ,reales'). Sie griff Ockham mit eigens von ihm entwickelten Argumentationstechniken an, die es ihm in Sonderheit erlaubten, die empirische Grundlage seiner Ansichten darzulegen. In diesem methodischen Verfahren liegt sein Rang, den dieses Buch im Vergleich mit mittelalterlichen und neuzeitlichen Konzepten, Standpunkten und Beweisgängen in Philosophie und Mathematik verdeutlicht. Hervorzuheben ist, dass für wissenschaftliche Auffassungen wie für philosophische Lehren 'Nominalismus' ,bis heute' sowohl Kennzeichnung wie Reizwort geblieben ist.
Autorenporträt
Heinz-Helmut Möllmann hat in Heidelberg, München und Bochum Philosophie, Germanistik und Naturwissenschaften studiert. Danach war er wissenschaftlich und literarisch (u. a. als Übersetzer) tätig. 2013 ist sein Buch ,Über Beweise und Beweisarten bei Wilhelm Ockham' erschienen.
Herstellerkennzeichnung:
Verlag Königshausen & Neumann GmbH
Daniel Seger
Leistenstraße 7
97082 Würzburg
DE
E-Mail: info@koenigshausen-neumann.de
Internet: https://verlag.koenigshausen-neumann.de/




































































































