Moritz Lazarus

Lieferzeit: Lieferbar innerhalb 14 Tagen

48,00 

Deutsch-jüdischer Idealismus im 19. Jahrhundert, Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden 51

ISBN: 3835332864
ISBN 13: 9783835332867
Autor: Berek, Mathias
Verlag: Wallstein Verlag
Umfang: 632 S.
Erscheinungsdatum: 15.04.2020
Auflage: 1/2020
Gewicht: 915 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden
Artikelnummer: 5124742 Kategorie:

Beschreibung

Eine Rezeptionsgeschichte des deutsch-jüdischen Gelehrten Moritz Lazarus (1824-1903) zwischen Populärphilosophie, Sozialpsychologie und jüdischer Ethik. M. Lazarus: Geboren als Moses und eingedeutscht als Moritz veröffentlichte der deutsch-jüdische Philosoph keines seiner Werke unter diesen Vornamen, sondern stets als 'M.'. Die Ambivalenz dieser Selbstbezeichnung spricht für seine Wirkungsgeschichte wie für die deutsch-jüdischer Intellektueller im 19. Jahrhundert. Mathias Berek zeichnet diese Rezeptionsgeschichte anhand ihres Widerhalls in Tageszeitungen, Zeitschriften und Büchern nach. Lazarus war in der wilhelminischen Gesellschaft bestens vernetzt - und dennoch wurde der erfolgreiche Redner und Wissenschaftler stets und zunehmend als Jude wahrgenommen und ausgegrenzt. Er war Mitbegründer der Völkerpsychologie - einen Lehrstuhl dafür aber richtete ihm die Berner Universität ein, alle deutschen verweigerten ihm die Professur. Die neue Disziplin wurde vor allem als Völkercharakterologie rezipiert - weniger wegen Lazarus´ Entwurf einer pluralistischen Gesellschaftstheorie. Für seine kantianische Ethik des Judentums wurde Lazarus gleichermaßen verehrt wie verachtet. Sein ganzes Wirken war dabei im philosophischen wie alltagsweltlichen Sinne idealistisch inspiriert und wurde stets auch so verstanden - und doch am Ende des Jahrhunderts verworfen.

Herstellerkennzeichnung:


Wallstein Verlag GmbH
Geiststr. 11
37073 Göttingen
DE

E-Mail: info@wallstein-verlag.de

Das könnte Ihnen auch gefallen …