Beschreibung
Existenzielle Stimmung der Texte, Inspiration im Surrealismus, knappe Sprache und Motiv der Absurdität, das ist die ähnliche Schreibweise, wenn Ilse Aichinger mit Franz Kafka verglichen wird. Doch es kommt in Aichingers Texten auch transzendentales Übergreifen als Ausweg für die literarischen Figuren vor, was sie eindeutig von Kafka unterscheiden lässt. Aichingers Werke wie der Roman "Die größere Hoffnung", die Erzählungen "Rede unter dem Galgen", "Der Gefesselte" und das Hörspiel "Knöpfe" bieten dem Leser entfremdete Gefühle und Kriegserfahrung an. In der Arbeit wird eine detailierte Analyse durchgeführt, wobei man enstcheiden kann, ob Ilse Aichinger Kafkas Erbin ist, oder nicht. Wenn der Name des Romans, "Die größere Hoffnung", für Leitmotiv der Werke gehalten wird, und zugleich auch für eine Variation über Sartres "existenziellem Sprung in die Freiheit", hat diese Entscheidung bei der österreichischen Autorin eine transzendentale Dimension.
Autorenporträt
Jitka Spalková, lebt in Olmütz, aufgewachsen in Tábor. Berufsausbildung: Oberstufenlehrperson, Praxis: Deutschlehrerin in Sprachschule. 2010 Schreibwerkstatt mit Michael Stavaric. 2014 das Magisterstudium der Pädagogik an der Südböhmischen Universität in Budweis abgeschlossen.
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