Beschreibung
In dem in der Renaissance einsetzenden, auf selbstaktive Entitäten ausgerichteten Diskurs der Agentizität formiert sich um 1800 ein physiologisches Dispositiv, dessen Ausmaß und Wirkungstiefe in Entwürfen einer Moderne sichtbar werden, in denen das Selbstwissen des Subjekts auf seine Existenzbedingungen als individuierter Körper verweist. Am Leitfaden dieses Dispositivs rekonstruiert Tobias Cheung bis in das erste Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts hinein Transformationen eines sich zwischen Lebens-, Raum- und Gesellschaftswissenschaften sowie Subjekt- und Technikphilosophien, Anthropologien und Gestaltungstheorien aufspannenden Diskursfelds.
Autorenporträt
Tobias Cheungs Forschungsschwerpunkte liegen in der Wissenschaftsgeschichte, der Kulturwissenschaft und der Subjekt- und Systemphilosophie. Zu seinen Publikationen zählen Schneeland (2004), Res vivens (2008) und Organismen. Agenten zwischen Innen- und Außenwelten 1780-1860 (2014).
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