Beschreibung
Wenn man von der 'Heiterkeit' spricht, erhebt sich die Frage, ob Heiterkeit eigentlich den Emotionen zuzuordnen sei. Ist Heiterkeit nicht vielmehr ein Zu-stand innerer Gelassenheit und seelischer Ruhe, eine Haltung stiller, in sich gekehrter Glückseligkeit, die sich dem Menschen erst erschließt, wenn die Affekte und Emotionen schweigen? Hier soll Heiterkeit nicht im Sinne weiser Glückselig-keit verstanden werden, wie sie dem gereiften Men-schen erst in völliger Gelassenheit und Selbstverges-senheit zuteilwerden vermag, sondern als eine dem Menschen ganz eigene, wesentliche Gefühlsregung, als ein Gefühlszustand oder eine innere Gestimmt-heit, die im weiteren Sinne sehr wohl den Emotionen zugeordnet werden kann. Heiterkeit gehört allerdings den Emotionen in einem ganz besonderen Sinne an. Vielleicht ließe sich sagen, sie sei die menschlich be-deutendste Emotion. Heiterkeit ist eine ernste Sache. Der Begriff 'Heiterkeit' bedarf einer gewissen Ein-schränkung. In der Umgangssprache kommt ihm ein weiter und vielfältig ausladender Sinn zu. Heiterkeit zeigt keine scharfe Abgrenzung andern freudigen Gefühlsregungen und Gefühlszuständen gegenüber. Sie wird oft gleichbedeutend verwendet mit Freude oder Fröhlichkeit, Frohmut und zahlreichen Weisen des Glücklichseins. Hier soll Heiterkeit in einem enger umschriebenen Sinn verwendet werden. Es wird daher notwendig sein, Heiterkeit aus psychologischer und philosophischer Schau abzugrenzen und eine neue Deutung aus der Sicht des wesentlich Menschlichen zu versuchen. Auch eine physiologische Betrachtung und der Hinweis auf die Verankerung der Heiterkeit im persönlichen Stimmungsgrund des Menschen werden zweckmäßig sein. Hierdurch aber wird die überragende Bedeutung der Heiterkeit für alles Bildungsgeschehen, ja für die Kultur im Ganzen sichtbar werden. Zuletzt soll gefragt werden, wie der Mensch zur Hei-terkeit gebildet werden kann.
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