Beschreibung
Dieses Open-Access-Buch untersucht, wie sich Instrumentationstechniken im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zwischen Tradition und Innovation entwickelten. Im Mittelpunkt steht Richard Strauss, dessen Tondichtungen nicht nur als technische Meisterwerke, sondern auch als Schauplätze einer ästhetischen Auseinandersetzung zwischen musikalischer Grammatik und deren Umsturz gelesen werden können. Welche Bedeutung hatten diese Brüche und Kontinuitäten für das Musikdenken seiner Zeit? Wie spiegeln sich darin die Gegensätze zwischen der neudeutschen Schule und den Anhängern Brahms und Hanslicks wider? Durch die Verbindung analytischer Detailstudien mit historischen Quellen entsteht der Entwurf einer Theorie der Straussschen Instrumentationskunst, die über den Einzelfall hinaus neue Einsichten in das Verhältnis von Originalität und Kontinuität in der Musikgeschichte eröffnet.
Autorenporträt
Bardia Charaf hält vier Masterabschlüsse von verschiedenen Institutionen: dem Instituto Superior de Arte (Havanna, Kuba), der Zürcher Hochschule der Künste und der Hochschule der Künste Bern. Im Rahmen seines vierten Masters an der Universität Bern untersuchte er Alejo Carpentiers La música en Cuba im Kontext der nationalen Identitätsdiskurse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der europäischen Musik von der Neuzeit bis ins 21. Jahrhundert, in den Musiktraditionen der Diaspora - insbesondere des persischen und afrokaribischen Raums - sowie in Fragen der Orchestration, Instrumentation und Improvisationspraxis zwischen Folklore und Moderne.
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