Musikschule im politischen Wandel

Lieferzeit: Lieferbar innerhalb 14 Tagen

19,90 

Von der Tanz- und Unterhaltungsmusik in der DDR-Musikschule zur Jazzausbildung im heutigen Musikschulwesen

ISBN: 3746090911
ISBN 13: 9783746090917
Autor: Mader, Wolfgang
Verlag: Books on Demand
Umfang: 264 S.
Erscheinungsdatum: 10.07.2018
Auflage: 1/2018
Format: 1.7 x 21 x 14.8
Gewicht: 387 g
Produktform: Kartoniert
Einband: KT
Artikelnummer: 5341263 Kategorie:

Beschreibung

Autorenporträt

Wolfgang Mader, geboren 16. Januar 1949 in Magdeburg. An meinem vierten Geburtstag Inhaftierung und anschließende Verurteilung des Vaters im Vorfeld des 17. Juni 1953 (Volksaufstand in der DDR). Er fiel aufgrund von Kritik an den politischen Verhältnissen in der DDR in Ungnade. Anwesend war sein "bester" Freund Willi Pfränger. Was mein Vater nicht wusste: Pfränger war aktiver Nazi und Ordensträger (Deutsches Kreuz in Gold) der Deutschen Wehrmacht. Er flog aufgrund seiner Nazivergangenheit aus der SED, wurde von der Stasi geködert, machte dann als Produktionsdirektor des VEB Dieselmotorenwerk Karriere. Seine NS-Vergangenheit leugnete er und stellt sich als SED-Opfer dar. Was mein Vater außerdem nicht wusste: Sein bester Freund war "IM-Kaufmann". Mutter heiratete ihn 1985. Ich selbst wurde vom "IM-Kaufmann" schwer misshandelt. Bereits als Schüler in der DDR von der Stasi bearbeitet (VSH Kartei seit der Schulzeit bis zum Ende des Regimes und der Aufhebung des § 175 1994. Die VSH Kartei weist anhand der Personenkennziffer 4.1.1 nach der Direktive 1/67 die beabsichtigte Festnahme (Isolierungslager) nach. Die Gründe meiner Verfolgung waren die Zugehörigkeit zu einer staatsfeindlichen Gruppe, die in der DDR von der Ausrottung bedroht war (LGBTI-Gruppe),musikalische Betätigung (Beat, Jazz), damit verbundene Westkontakte (Schweden, Norwegen - Schallplattentausch), Verweigerung der Militarisierung in Schule/Lehre, Totalverweigerer des Wehrdienstes, 19701972 Abitur auf dem 2. Bildungsweg 1976 Beginn einer freiberuflichen Tätigkeit, um Musik studieren zu können (die erforderliche Delegierung wurde vom Betrieb verweigert) 1977 erfolgreiche Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar 19781984 Studium Klavier Jazz (damals TUM) (gut), Komposition/Tonsatz (sehr gut), Musikpädagogik (gut) Anfang der 90er Jahre Berufsverbot als Musikpädagoge von Seilschaften des SED Regimes, Anwendung von Zersetzungsmaßnahmen. An den Folgen von Misshandlungen (komplexe) PTBS-geschädigt, die behandelt wurde. 1970 kam meine Tochter Annett zur Welt. In der Pubertät erkannte sie ihre lesbische Veranlagung, erlebte hautnah die Diskriminierung und Schikane ihres Vaters durch den Staat. Im Juni 2012 wurde sie tot in ihrer Wohnung in Berlin aufgefunden. Neben meiner Tätigkeit als Dozent (Musikpädagoge) engagiere ich mich für Amnesty International, bin Mitglied der DGSS und des LSVDs. Im Rahmen politischer Bildung hatte ich 2005 ein langes Zeitzeugeninterview. Es wurde der

Das könnte Ihnen auch gefallen …