Beschreibung
Aus Wien erinnerte Rossini, dass Salieri, der die Leidenschaft hatte, Kanons zu komponieren, ziemlich regelmäßig alle Tage zum Nachtische zu ihm und seiner Ehefrau kam, um sie sich vorsingen zu lassen. - Während der strenge Kanon in Rossinis Oeuvre lediglich bescheidenen Raum einnimmt, beinhalten seine Opernensembles oftmals einen Pseudokanon, dramaturgisch eingesetzt als charakteristischer Affekt. Auch in Beethovens einziger Oper ist dies der Fall, eiferten beide Komponisten doch dem selben Vorbild nach. Schließlich fehlt selbst die Kanone, etymologisch verwandt mit dem Kanon, weder in Rossinis noch in Beethovens, ja nicht einmal in Salieris Musik. In Rossinis "La Cenerentola" sind es gar Einschläge einer Doppelkanone, die das Herz des als Märchenprinz verkleideten Kammerdieners Dandini vermittels halsbrecherischer Koloraturen zum sforzati-Geschützdonner des begleitenden Orchesters aufreißen.
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