Beschreibung
Händels Thema aus der Ouvertüre zur Oper "Flavio" erklingt erst zum Schluss dieses Klavierzyklus; dessen fünf Konjugationen oder "Bewegungen" sind als der Weg zurück zum Archetyp zu verstehen. Im Laufe der Entwicklung kristallisieren sich immer konkretere Eigenschaften des Themas heraus, doch ohne die Grenzen der Abstraktion zu übertreten. So wird zum Beispiel in der ersten Konjugation das für die Ouvertüre typische rhythmische Element, die durchgehende Punktierung, in den Vordergrund gestellt und fast ins Absurde getrieben, wobei die Klangvorstellung sich stark am Cembalo orientiert. Die dritte Konjugation fungiert als ein quasi recitativo secco; es werden hier erkennbare Melodie-Floskeln des Themas verarbeitet. Nebenbei entsteht eine Verbindung zu der von Händel favorisierten Gattung Oper. Die letzte Konjugation beruht auf den charakteristischen melodischen und kadenziellen Wendungen des Themas, die aber in einem gänzlich verfremdeten harmonischen Kontext und theatralisch verziert zum Vorschein treten. Ruta Paidere
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