Beschreibung
Das Papier begründet die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in der Bildung als Reaktion auf die Informationsverschmutzung, die Abwertung von Wissen und die Ausweitung des Verbrauchermodells der Technosphäre. Der Autor schlägt das Konzept des ökologischen Engineerings als systemische Methodik für die Gestaltung der Hochschulbildung in Analogie zu nachhaltigen natürlichen Ökosystemen vor. Biodiversität der Formate, geschlossene Erkenntniszyklen, Kontrolle invasiver Arten durch Nischenbildung, Wiederherstellung von Schlüsselarten werden als Hauptprinzipien des Öko-Engineering betrachtet. Das Papier enthält praktische Lösungen für den Übergang vom Modell der "Übersetzung" zum Modell der "Umwelt" - die Gestaltung von Bildungsräumen, in denen Werte in den Prozessen der Interaktion und Reflexion geschaffen werden. Die Umsetzung des vorgeschlagenen Ansatzes wird als Voraussetzung für die Ausbildung der Kompetenzen der Absolventen in Bezug auf systemisches Denken, Anpassungsfähigkeit und kritische Fähigkeiten betrachtet, die für die Entwicklung einer komplexen technologischen Welt erforderlich sind.
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