Beschreibung
Birke Gorm (geb. 1986 in Hamburg; lebt und arbeitet in Wien) untersucht das in Materialien eingeschriebene Wissen und seine unmittelbare gesellschaftliche Wirksamkeit. Im Zusammenspiel mit traditionellen Handwerkstechniken und geschlechtsspezifisch codierten Formen der Arbeit untersucht sie Fragen von Arbeit, Selbstoptimierung und Gleichberechtigung. Für den österreichischen Pavillon der 16. Gwangju Biennale verwandelt Gorm das Obergeschoss des Eunam Museum of Art in einen Dachboden - einen Ort des Aufbewahrens, voller latenter Energien, der weitgehend unberührt bleibt. In solchen Räumen wirken Dinge statisch oder unverrückbar, entfalten jedoch ein Eigenleben, sobald sie unbeobachtet sind. Der Dachboden lässt sich zudem als das Gedächtnis eines Hauses lesen: Er spiegelt die emotionalen Zustände seiner Bewohner*innen wider und steht sinnbildlich für gespeicherte und verdrängte Erinnerungen, unverarbeitete Emotionen und die gesellschaftlichen Kräfte, die Identität prägen. Konzipiert als ein Objekt, das auf einem Dachboden gefunden werden könnte, versammelt tales from the attic Bilder, Konzepte und Ideen rund um das Werk von Birke Gorm. Die Publikation enthält neue Beiträge von Attilia Fattori Franchini, Estelle Hoy, Laura McLean-Ferris, Robert Müller und der Künstlerin sowie eine Auswahl fiktionaler, experimenteller und poetischer Textauszüge. Sie erscheint begleitend zum österreichischen Pavillon auf der 16. Gwangju Biennale in Südkorea und erweitert die der Ausstellung zugrunde liegenden Konzepte um die Dimensionen von Kritik und Fiktion. Found in an Attic Birke Gorm (b. Hamburg, 1986; lives and works in Vienna) examines the information that materials carry and their immediate impact on society. Connecting them to traditional craft practices and gendered forms of labor, she explores questions of work, self-optimization, and equality. For the Austrian Pavilion at the 16th Gwangju Biennale, Gorm transforms the upper floor of the Eunam Museum of Art into an attic: a storage place, full of latent energies, largely left undisturbed. In such spaces, things appear static or fixed, yet reveal a life of their own when unobserved. An attic can also be read as the houses mind, mirroring its residents emotional states; symbolizing stored, repressed memories, unprocessed emotions, and the societal forces that shape identity. Conceived as an object that could be found in an attic, a collection of images, concepts, and ideas revolving around the work of Birke Gorm, tales from the attic includes new contributions by Attilia Fattori Franchini, Estelle Hoy, Laura McLean-Ferris, Robert Müller, and the artist, along with a selection of fictional, experimental, and poetic text excerpts. The publication accompanies the Austrian Pavilion at the 16th Gwangju Biennale in South Korea, expanding the exhibitions founding concepts across criticality and fiction.
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