Aktual- und Realpräsenz

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Das eucharistische Christusbild von der Spätantike bis ins Mittelalter, Neue Frankfurter Forschungen zur Kunst 13

ISBN: 3786126933
ISBN 13: 9783786126935
Autor: Frese, Tobias
Verlag: Gebr. Mann Verlag
Umfang: 290 S.
Erscheinungsdatum: 25.08.2013
Auflage: 1/2013
Format: 2.3 x 24.8 x 17.8
Gewicht: 970 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

Die Frage nach dem liturgischen Status des Christusbildes von der Spätantike bis ins Mittelalter steht im Zentrum des Buchs. Bestimmt wird die Rolle eucharistischer Vorstellungen für die Genese dieses Bildes. Das Verhältnis von sakramental postulierter Wahrheit, Präsenz und bildlicher Repräsentation wird ergründet.

Artikelnummer: 5127821 Kategorie:

Beschreibung

Die Frage nach dem liturgischen Status des Christusbildes von der Spätantike bis ins Mittelalter steht im Zentrum des Buchs. Bestimmt wird die Rolle eucharistischer Vorstellungen für die Genese dieses Bildes. Das Verhältnis von sakramental postulierter Wahrheit, Präsenz und bildlicher Repräsentation wird ergründet. Dieser Beitrag zur aktuellen mediävistischen Kultbildforschung richtet den Fokus nicht auf paraliturgische Aspekte (Magie, Bildwunder, Bilderverehrung), sondern untersucht die Bedeutung des kirchlich geregelten cultus für die einzelnen Bildmotive. Für die Ausbildung und Etablierung der verschiedenen Christusbilder waren die sich wandelnden eucharistischen und sakramentalen Diskurse von größter Wichtigkeit. Spiegelten die ältesten monumentalen Christus-Darstellungen im Kirchenchor die durch den Bischof in der Messe gewährleistete 'Aktualpräsenz' wider, so veranschaulichten die östlichen Bilder der Apostelkommunion, der Maiestas Domini und der Theotokos die 'Realpräsenz' Christi in den eucharistischen Gaben. Im Westen entwickelte sich dagegen das Bild des Gekreuzigten zu dem sakramentalen Bild schlechthin. Das spätmittelalterliche Motiv der Gregorsmesse, bei dem die somatische Aussage über den narrativ-anamnetischen Charakter dominiert, stellt den Schlusspunkt einer langen Bildentwicklung dar.

Autorenporträt

Tobias Frese studierte Kunstgeschichte, Geschichte, Theologie und Philosophie in Bamberg und Frankfurt am Main. Seit 2008 Assistent am Lehrstuhl für mittelalterliche Kunstgeschichte, Heidelberg. Seit 2011 Teilprojektleiter im SFB 'Materiale Textkulturen'. Forschungsschwerpunkte: Mittelalterliche Bild- und Zeichentheorien, Liturgische Funktionen und visionäre Aspekte mittelalterlicher Artefakte, Darstellungen von Emotionen und das affektive Potenzial der Bilder.

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