‚Volksgemeinschaft‘ hinter Stacheldraht

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Die Internierungslager in der britischen und US-amerikanischen Besatzungszone und ihre Bedeutung für die deutsche Nachkriegsgesellschaft, 1945-1958, Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte 144

ISBN: 3111315827
ISBN 13: 9783111315829
Autor: Schulte, Kerstin
Verlag: De Gruyter Oldenbourg
Umfang: XII, 460 S., 19 s/w Illustr., 6 s/w Tab., 19 b/w ill., 6 b/w tbl.
Erscheinungsdatum: 01.04.2024
Auflage: 1/2024
Format: 3 x 24 x 16.5
Gewicht: 827 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Leinen
Artikelnummer: 450097 Kategorie:

Beschreibung

Mehrere hunderttausend Männer und Frauen erlebten die unmittelbare Nachkriegszeit über Monate oder Jahre hinweg in Internierungslagern. Die Internierten selbst, ihre Erfahrungen und Strategien, fanden aber bislang nur wenig Beachtung. Ihr Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, ihr Alltag im Lager sowie ihre Reintegration in die junge Bundesrepublik werden hier deshalb erstmals systematisch analysiert. Kerstin Schulte untersucht, welche Rolle dabei Vorstellungen von Volksgemeinschaft" spielten und fragt, inwiefern sie zu einem entscheidenden Teil erst danach, in den Internierungslagern, geprägt wurden und sich damit nicht allein aus den Erfahrungen der Jahre 1933 bis 1945 ableiteten. Sie zeigt, dass es neben dem eigenen Erleben des Nationalsozialismus gerade die gemeinsamen Lagererfahrungen waren, welche die öffentlichen Äußerungen vieler Deutscher zur jüngsten Vergangenheit in den folgenden Jahren bestimmten. Erst in den Lagern waren jene Narrative des Redens wie Beschweigens erdacht, kommuniziert und intergenerationell ausgehandelt worden, auf die sich dann der Konsens der Täter in der jungen Bundesrepublik stützte.

Autorenporträt

Kerstin Schulte, Kreismuseum Wewelsburg, Germany.

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