Die zwei Gesichter der Zerstörung

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Raphael Lemkins UN-Genozidkonvention und die Vertreibung der Deutschen, Forschungen zur Geschichte ethnischer Vertreibung 1

ISBN: 3428189051
ISBN 13: 9783428189052
Autor: Kittel, Manfred
Verlag: Duncker und Humblot GmbH
Umfang: 181 S.
Erscheinungsdatum: 31.08.2023
Auflage: 1/2023
Format: 1.5 x 23.4 x 15.9
Gewicht: 316 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

Für den Vater der UN-Völkermordkonvention von 1948, Raphael Lemkin, ist auch die Vertreibung der Deutschen eine genozidale ‚Zerstörung nationaler Gruppen als solcher‘. Bei dem Beitritt zur UN-Konvention 1954 schließt sich der Deutsche Bundestag Lemkins Sicht an. Mit wachsender erinnerungskultureller Bedeutung des Holocausts wird Völkermord zeitweilig mit ‚Ausrottung‘ und Judenvernichtung gleichgesetzt. Doch wie die Studie ebenfalls zeigt, hat der Begriff sich im Zuge der boomenden Kolonialismus-Bewältigung nun erneut geweitet.

Artikelnummer: 282823 Kategorie:

Beschreibung

'The Two Faces of Destruction. Rafael Lemkins UN-Genocide-Convention and the Expulsion of the Germans': For the father of the UN Genocide Convention of 1948, Raphael Lemkin, the expulsion of Germans from parts of Eastern Europe could also be considered a genocidal 'destruction of national groups as such'. When the German Bundestag joined the UN Convention in 1954, it adopted Lemkin's perspective. With the growing importance of the Holocaust in the culture of remembrance, genocide was temporarily equated with 'extermination' and the annihilation of Jews. However, the term has now expanded again in the context of addressing the issue of colonialism.

Autorenporträt

Manfred Kittel war nach dem Studium u.a. am Institut für Zeitgeschichte in München tätig, ab 2009 als Gründungsdirektor der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin. Seit 2015 forscht er, zunächst am Deutschen Historischen Museum, dann am Bundesarchiv, wieder zu zeithistorischen Themen. Er lehrt Neuere Geschichte in Regensburg. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen Studien zur Demokratiegeschichte in Deutschland und Frankreich vor 1933/36, zur 'Vergangenheitsbewältigung' in Japan und der Bundesrepublik nach 1945 und vor allem zu Geschichte und Erinnerungskultur von Flucht und Vertreibung, zuletzt zur Politik des 'Lastenausgleichs' ab 1952.

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