Beschreibung
Schon immer boten Gebietsreformen Anlass zu heftigen politischen Auseinandersetzungen. Das Buch untersucht die Kreisgebietsreform in Schleswig-Holstein in den 1960er und 1970er Jahren und ordnet die Wandlungsprozesse im nördlichsten Bundesland in die Geschichte der deutschen Selbstverwaltung ein. Die Reformaktivitäten selbst stehen in einem Kontext, der mit den Schlagworten 'Planungseuphorie', 'Generationenwechsel', 'wohlfahrtsstaatliche Expansion' und dem weitgehend diametral gesehenen Begriffspaar 'Effizienzsteigerung versus Partizipation' umrissen werden kann. Dieses Begriffspaar prägt auch die Diskussion nach der Jahrtausendwende, wobei das Schlagwort der 'Haushaltskonsolidierung' die bestimmende neue Zielsetzung ist.
Autorenporträt
statt des Autors steht hier das gekürzte Inhaltsverzeichnis Vorwort 11 1. Untersuchungsgegenstand 12 2. Die 1960er Jahre 17 2.1 Wandel in Schleswig-Holstein 18 2.2 Kommunale Selbstverwaltung 19 2.3 Das Ende der Nachkriegszeit 22 2.4 Daseinsvorsorgestaat 23 2.5 Politisch-kulturelle Voraussetzungen 25 2.6 Wertewandel der Verwaltungselite 27 2.7 Planungseuphorie 29 2.8 Gebietsreform in Deutschland 33 3. SchleswigHolstein 41 3.1 Geschichte 41 3.2 Die Kreise vor der Reform 50 3.3 Rechtsnatur 57 3.4 Aufgaben 61 3.5 Defizite vor der Reform 65 4. Politische Rahmenbedingungen und Konfliktlinien 71 4.1 Ziele der Landesregierung 71 4.2 Maßnahmen der Landesregierung 73 4.3 Landesplanung, Raumordnung, Strukturpolitik 74 4.4 Verwaltungsmodernisierung 76 4.5 Effektivität versus Bürgernähe 78 5. Gemeindegebietsreform und Ämterreform 82 5.1 Gemeindegebietsreform 82 5.2 Ämterreform 83 5.3 Das Amt als Politikum 84 5.4 Die Reform 85 6. Erstes Gesetz 86 6.1 StadtUmlandBeziehungen 86 6.2 Geschichte der Kreise Pinneberg, Segeberg und Stormarn 90 6.3 Struktur der Kreise Pinneberg, Segeberg und Stormarn 92 6.4 Die vier Gemeinden 93 6.5 Struktur der vier Gemeinden 98 6.6 Ausgangslage vor der Reform 99 6.7 Streit der Modelle 106 6.8 Zwischenbetrachtung 111 6.9 Partizipation 112 6.10 Parlamentarische Beratung 118 6.11 Zweite Lesung 124 6.12 Der Start für eine neue Stadt 134 7. Konzeptionalisierung der Kreisgebietsreform 136 7.1 Zweites Gesetz 137 7.2 Operationalisierung der Kreisgebietsreform 144 8. Das Nordfriesische Neuordnungsgebiet 157 8.1 Eiderstedt 157 8.2 Husum 159 8.3 Südtondern 160 8.4 Zwischenbetrachtung 163 8.5 Vor der Reform: Ziel Nordfriesland 163 8.6 Loschelder-Gutachten 166 8.7 Parlamentarische Beratung 168 8.8 Organisierte Partizipation 171 8.9 Kernproblem: Die Kreissitze 179 8.10 Wahlen 182 8.11 Verwaltung 182 8.12 Selbstbehauptung der ehemaligen Kreise 183 9. Neue Ansätze der Partizipation 185 9.1 Bürgerinitiativen 185 9.2 Norderstedt 187 9.3 Nordfriesland 187 10. Exkurs: Dänemark 190 11. Drittes Gesetz und Abschluss der Gebietsreformen 198 12. Bilanz und aktuelle Diskussion 203 Quellen und Literaturverzeichnis 221
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