Die deutsche Besatzung in Lyon im Blick der Täterforschung

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Moderne Geschichte und Politik 28

ISBN: 3631670389
ISBN 13: 9783631670385
Autor: Meier, Elisabeth
Herausgeber: Anselm Doering-Manteuffel
Verlag: Peter Lang
Umfang: 136 S.
Erscheinungsdatum: 16.11.2015
Auflage: 1/2015
Format: 1.3 x 21.6 x 15.3
Gewicht: 298 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

Die Geschichtsschreibung zur deutschen Besatzung in Lyon ist einseitig auf Gestapo-Chef Klaus Barbie fokussiert. Die Autorin beleuchtet anhand zahlreicher Quellen sowie der Ansätze der Täterforschung den Unterdrückungsapparat und das Zusammenwirken von Sipo-SD, Wehrmacht und Kollaborateuren in Lyon jenseits des Mythos einer allmächtigen Gestapo.

Artikelnummer: 8110096 Kategorie:

Beschreibung

Die Autorin rekonstruiert anhand zahlreicher deutscher und französischer Quellen und der Methoden der Täterforschung den komplexen Unterdrückungsapparat während des Zweiten Weltkriegs in Lyon und beleuchtet jenseits des Mythos einer allmächtigen Gestapo die Frage nach den Tätern. Lyon nimmt als 'Hauptstadt des Widerstands' eine zentrale Rolle im französischen Kollektivgedächtnis ein. Erinnerung wie Forschung sind dabei eng mit der Person Klaus Barbies verbunden, der durch seine Tätigkeit als Gestapo-Chef von Lyon und seinen Prozess 1987 zum Hauptsymbol der NS-Verbrechen in Frankreich wurde. Dieser einseitige Fokus ließ die Rolle weiterer Sipo-SD-Mitglieder und erst recht der militärischen Besatzer völlig in den Hintergrund treten. Beispielhaft dafür steht Werner Knab, Oberhaupt der Lyoner Sipo-SD.

Autorenporträt

Elisabeth Meier ist eine deutsch-französische Historikerin und Museumswissenschaftlerin. Sie studierte an den Universitäten Tübingen, Aix-en-Provence und Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die deutsche Besatzung in Lyon, die Patrimonialisierung von DDR-Gedenkorten sowie Oral History.

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