Beschreibung
Die deutsche und westliche historische Forschung beginnt erst jetzt, die Ukrainische Revolution unabhängig von der Russischen Revolution 1917 und dem folgenden Bürgerkrieg als ein separates historisches Ereignis zu erforschen, das eigene Kennzeichen wie Dynamiken, Periodisierungen, Akteure und komplexe Verflechtungen hat. Eine Überblicksdarstellung in deutscher Sprache liegt bisher nicht vor. Die hier versammelten Beiträge erweitern das bisherige Bild von der Minderheitenfrage in der Ukrainischen Revolution um neue, differenziertere Perspektiven. Das gelingt vor allem durch die Hinwendung zur lokalen bzw. regionalen Perspektive, die vereinfachende Aussagen über ethnische, nationale oder religiöse Gruppen durch detailliertere Kontextualisierung aufbricht und durch größere zeitliche Ausschnitte ergänzt.
Autorenporträt
Guido Hausmann leitet den Bereich Geschichte am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) Regensburg. Als Professor für die Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Universität Regensburg liegen seine Schwerpunkte auf Russland bzw. der Sowjetunion und der Ukraine. Seit Oktober 2022 ist er Co-Sprecher der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission.
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