Verschränkte Ungleichheit.

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Praktiken der Intersektionalität in der Frühen Neuzeit., Zeitschrift für Historische Forschung. Beihefte 56

ISBN: 3428154835
ISBN 13: 9783428154838
Herausgeber: Matthias Bähr/Florian Kühnel
Verlag: Duncker und Humblot GmbH
Umfang: 372 S., 2 s/w Illustr., 2 Illustr., 2 Fotos
Erscheinungsdatum: 12.09.2018
Auflage: 1/2018
Format: 1.8 x 23.3 x 15.8
Gewicht: 520 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

Soziale Kategorien wie Geschlecht, Ethnizität, Status oder Alter existieren niemals isoliert, sondern sind stets ineinander verschränkt. Um sie zu untersuchen, hat sich in den Sozialwissenschaften das Konzept der ‚Intersektionsanalyse‘ etabliert. Der Band überträgt dieses Konzept erstmals in vergleichender Perspektive auf die Frühe Neuzeit. Die versammelten Fallstudien fragen dabei sowohl nach der Epochenspezifik sozialer Ungleichheiten als auch nach dem Wandel von Kategorien und deren Verschränkung.

Artikelnummer: 5483426 Kategorie:

Beschreibung

Unterscheidungen und Kategorienbildung sind ein konstitutives Element von Gesellschaft: Nach innen differenzieren Gesellschaften ihre Mitglieder in bestimmte Gruppen (und Untergruppen), nach außen grenzen sie sich von anderen Gesellschaften ab. Solche gesellschaftlichen Unterscheidungen werden jedoch niemals isoliert wirksam. Soziale Kategorien wie Geschlecht, Ethnizität, sozialer Status oder das Alter einer Person sind ineinander verschränkt bzw. überkreuzen sich - und können daher auch gar nicht ohne ihre Wechselwirkungen untersucht werden. Diese Perspektive, die als 'Intersektionsanalyse' inzwischen als sozialwissenschaftliches Paradigma gilt, wird in dem Band erstmals in vergleichender Perspektive auf die Frühe Neuzeit übertragen. Dem Programm einer 'Historischen Intersektionsanalyse' folgend, fragen die dabei versammelten Fallstudien sowohl nach der Epochenspezifik sozialer Ungleichheiten als auch nach dem Wandel von Kategorien und deren Verschränkung.

Autorenporträt

Matthias Bähr studierte Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft und Öffentliches Recht an der Universität Münster sowie am University College Dublin. 2011 wurde er in Münster mit einer Arbeit über das Protestverhalten ländlicher Gemeinden im 18. Jahrhundert promoviert. Nach Forschungsaufenthalten in Dublin und London ist er seit 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Technischen Universität Dresden tätig. Dort befasst er sich insbesondere mit religiöser Koexistenz auf den frühneuzeitlichen Britischen Inseln. Florian Kühnel studierte Historische Anthropologie, Alte Geschichte und Urgeschichtliche Archäologie in Freiburg im Breisgau. 2012 wurde er an der Universität Münster mit einer Arbeit zu Selbsttötungen von Adligen im 18. und frühen 19. Jahrhundert promoviert. Nach einigen Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin ist er nun am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Georg-August-Universität Göttingen tätig. Dort beschäftigt er sich vor allem mit den diplomatischen Kontakten zwischen Westeuropa und dem Osmanischen Reich in der Frühen Neuzeit, insbesondere mit der Rolle der englischen Botschaftssekretäre.

Herstellerkennzeichnung:


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