‚Privilegierung‘ und Vorurteil

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Positionen der Bürgerlichen Frauenbewegung zum Unehelichenrecht und zur Kindstötung im Kaiserreich, Rechtsgeschichte und Geschlechterforschung 003, Teil

ISBN: 3412176052
ISBN 13: 9783412176051
Autor: Czelk, Andrea
Verlag: Böhlau-Verlag
Umfang: 260 S.
Erscheinungsdatum: 03.09.2005
Auflage: 1/2005
Format: 2.5 x 23.6 x 16.3
Gewicht: 570 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden
Artikelnummer: 6118861 Kategorie:

Beschreibung

Lange vor den aktuellen Debatten um Fristenlösungen, Beratungsscheine und weibliches Selbstbestimmungsrecht hat sich die Bürgerliche Frauenbewegung mit den Kernfragen unehelicher Mutterschaft auseinandergesetzt. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde unverheirateten Frauen moralisch das Recht abgesprochen, ein Kind zu gebären. Die uneheliche Mutterschaft galt als 'Schande'. Die sozialen Repressalien und ihr Niederschlag im Familienrecht wogen schwer. Eine Folge war, dass der Strafgesetzgeber schließlich die Strafe milderte, wenn eine unverheiratete Frau aus Verzweiflung ihr Kind nach der Geburt tötete. Die Frauenbewegung hat das Unehelichenrecht des BGB und das Strafmaß der Kindstötung kritisch geprüft. Dabei entlarvte sie die vermeintliche Besserstellung der unehelichen Mutter im Strafrecht als Benachteiligung, weil der Schuldvorwurf allein der Frau galt, während die Verantwortung des unehelichen Vaters außer Acht blieb.

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50674 Köln
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E-Mail: ute.schnueckel@brill.com

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