Fremde Feldzüge

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Europäische Kriegsbeobachter in den Kriegen Japans, des Osmanischen Reichs und der USA, 1894-1898, Peripherien 10, Neue Beiträge zur Europäischen Geschichte

ISBN: 3412528528
ISBN 13: 9783412528522
Autor: Rohé, Niko
Herausgeber: Christof Dejung (Prof. Dr.)/Johannes Feichtinger (Dr.)/Antje Flüchter (Prof. Dr.) u a
Verlag: Böhlau-Verlag
Umfang: 503 S.
Erscheinungsdatum: 04.12.2023
Auflage: 1/2023
Format: 4 x 23.5 x 16.7
Gewicht: 944 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

Die Kriege Japans gegen China, des Osmanischen Reichs gegen Griechenland und der USA gegen Spanien konfrontierten die Großmächte in den 1890er-Jahren mit sich verändernden imperialen Ordnungen. Als Augenzeugen, Mittler und Experten rückten Kriegsbeobachterinnen und -beobachter in Schlüsselrollen bei der Bewertung und Verortung der Ereignisse und der Verteidigung europäischer Führungsansprüche.

Über die Rolle der Kriegsbeobachtung zwischen Wissensgewinnung, der Verteidigung globaler Führungsansprüche und der Anerkennung neuer imperialer Ordnungen

Artikelnummer: 8884428 Kategorie:

Beschreibung

Die Kriege Japans gegen China, des Osmanischen Reichs gegen Griechenland und der USA gegen Spanien konfrontierten die Großmächte in den 1890er-Jahren mit sich verändernden imperialen Ordnungen. Als Augenzeugen, Mittler und Experten rückten Kriegsbeobachterinnen und -beobachter in Schlüsselrollen bei der Bewertung und Verortung der Ereignisse und der Verteidigung europäischer Führungsansprüche. Das Werk behandelt die europäische Kriegsbeobachtung, -bewertung und -einordnung von in der Forschung bisher wenig beachteten japanischen, osmanischen und amerikanischen Feldzügen während der 1890er-Jahre. Der chinesisch-japanische Krieg 1894/95, der griechisch-türkische Krieg 1897 und der spanisch-amerikanische Krieg 1898 fielen in eine Zeit des Friedens in Europa und lösten dort reges Interesse aus. Krieg galt als historische Notwendigkeit und ordnungsstiftende Kraft. Für Kriegsbeobachterinnen und Kriegsbeobachter, so die Ausgangshypothese, waren die drei Feldzüge indes Chancen und Herausforderungen zugleich: Einerseits boten sie den meist männlichen Kriegsberichterstattern, Militärs und Diplomaten, aber auch Medizinern und Krankenschwestern, seltene Einblicke in See- und Landschlachten zwischen regulären Streitkräften mit modernen Waffen. Andererseits verlangten sie von ihnen, die fremden Kriegserfolge mit eigenen Weltordnungsvorstellungen in Einklang zu bringen. Die Arbeit zeigt die europäischen Akteure in einer für die Hochzeit der imperialen Expansion ungewohnten, aber geteilten Rolle: als Beobachtende in Kriegen ohne Beteiligung der Großmächte.

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