Vor dem Bauernkrieg

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Leitmotive spätmittelalterlicher Protestbewegungen bis 1525. Tagungsband des 4. internationalen Symposions, UNESCO Welterbe Kloster Lorsch, 26. bis 28. Oktober 2023, Zeitschrift für Historische Forschung. Beihefte 61

ISBN: 3428198425
ISBN 13: 9783428198429
Herausgeber: Christoph Mauntel/Thomas Roth/Gerrit Jasper Schenk
Verlag: Duncker und Humblot GmbH
Umfang: 290 S., 2 s/w Illustr., 16 farbige Illustr., 18 Illustr., 18 Abb. (darunter 16. farbige)
Erscheinungsdatum: 11.06.2026
Auflage: 1/2026
Gewicht: 400 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert

Anlässlich des 500. Jubiläums des Bauernkriegs von 1525 fragt dieser Sammelband danach, inwiefern der ‚Bauernkrieg‘ in der Tradition spätmittelalterlicher Aufstände stand. Die Beiträge lösen sich von der Idee einer bloßen ‚Vorgeschichte‘ und analysieren stattdessen die Wirkmächtigkeit zentraler Aufstandsmerkmale in der longue durée. Damit rücken sie die Aufständischen als politisch versierte Akteure in den Blick, die bereits vor 1525 nach politischer Teilhabe und Lösungen für Ressourcenkonflikte strebten

Artikelnummer: 566538 Kategorie:

Beschreibung

Anlässlich des 500. Jahrestags des Bauernkriegs von 1525 untersuchen die Beiträge dieses Bandes, inwiefern der Bauernkrieg in der Tradition spätmittelalterlicher Aufstände seit dem 14. Jahrhundert in Mittel- und Westeuropa stand. Die Beiträge lösen sich von der Idee einer bloßen 'Vorgeschichte' und analysieren stattdessen die Wirkmächtigkeit zentraler Aufstandsmerkmale in der longue durée.Den Autorinnen und Autoren dieses Bandes gelingt es aufzuzeigen, dass die Aufständischen ein klares politisches Gestaltungsbewusstsein besaßen. Ihr Ziel war meist kein Systemsturz, sondern die Teilhabe durch Reformen und Kooperation mit der Obrigkeit. Materiell waren häufig Ressourcenkonflikte und Verteilungsprobleme ausschlaggebend, während religiöse Motive erst im Übergang zum 16. Jahrhundert als Legitimationsstrategie dienten. Trotz breiter Bündnisse über Standesgrenzen hinweg scheiterten viele Bewegungen an interner Instabilität. Gewalt fungierte dabei oft als gezieltes symbolisches Kommunikationsmittel. Insgesamt wird der Bauernkrieg so als Teil einer kontinuierlichen europäischen Protestkultur verständlich.

Autorenporträt

Christoph Mauntel lehrt und forscht zur Geschichte des Mittelalters an der Universität Osnabrück. Gerrit Jasper Schenk lehrt und forscht zur Geschichte des Mittelalters an der Technischen Universität Darmstadt. Thomas Roth, M.A., studierte Geschichte und Politikwissenschaft und ist Promotionsstudent am Institut für Geschichte der Technischen Universität Darmstadt.

Herstellerkennzeichnung:


Duncker & Humblot GmbH
Carl-Heinrich-Becker-Weg 9
12165 Berlin
DE

E-Mail: info@duncker-humblot.de

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