Engelbert von Admont, De Ortu et fine Romani imperii

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Monumenta Germaniae Historica – Staatsschriften des Späteren Mittelalters 1, Die Schriften des Alexander von Roes und des Engelbert von Admont 3, MGH – Staatsschriften des Späteren Mittelalters 1,3

ISBN: 3447100826
ISBN 13: 9783447100823
Herausgeber: Herbert Schneider/George B Fowler/Helga Zinsmeyer
Verlag: Harrassowitz Verlag GmbH & Co.KG
Umfang: XXXVIII, 262 S., 1 Schaubild
Erscheinungsdatum: 04.02.2016
Auflage: 1/2016
Format: 2.5 x 26.9 x 19.8
Gewicht: 851 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Leinen
Artikelnummer: 8938751 Kategorie:

Beschreibung

Der Benediktinerabt Engelbert von Admont (gestorben 1331) krönte seine "staatstheoretischen" Schriften (De regimine principum, Speculum virtutum) spätestens im Jahre 1313 mit einem Traktat über Entstehung, Entwicklung und Ende des Römischen Reiches als letzte Weltmonarchie der Gesamtgeschichte. Damit schaltete er sich in eine hochpolitische Diskussion ein, die sich dadurch ergeben hatte, dass nach einer jahrzehntelangen kaiserlosen Zeit mit dem Luxemburger Heinrich VII. wieder ein deutscher König eine Kaiserkrönung in Rom durchsetzen konnte und den damit verbundenen Anspruch auf Weltherrschaft so offensiv vertrat, dass er damit den Widerstand der sich entwickelnden europäischen Nationalstaaten provozierte. In der äußerst kontrovers geführten Debatte um eine universale bzw. nationale Perspektive der Politikbegründung nimmt Engelbert eine eigenständige Stellung ein, am ehesten noch vergleichbar mit seinem Zeitgenossen Dante Alighieri. Die erste kritische Edition arbeitet alle bekannten Überlieferungen und Rezeptionen auf, rekonstruiert den Wortlaut möglichst authentisch und möchte in der Quellenanalyse und im Kommentar Engelberts unverwechselbares Profil im damaligen Zeitdiskurs herausarbeiten - auch in dem, was er verschweigt. Der steirische Abt stand, wenn er nicht überhaupt übersehen wurde, oft nur im Schatten seiner großen Nachfolger Wilhelm von Occam und Marsilius von Padua. Dabei war er in manchem "moderner" als Marsilius, und manche seiner Denkprobleme lassen sich unschwer sogar bis in unsere gegenwärtigen politischen Diskussionen hinein verfolgen.

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