Beschreibung
Das Kopftuch, ein auf den ersten Blick unscheinbar wirkendes, jedoch viel diskutiertes und umstrittenes Stück Stoff, kann als Bedeutungs- und Symbolträger bezeichnet werden. Wie die Kulturgeschichte des Kopftuches zeigt, nimmt es seit Tausenden von Jahren unter-schiedlichste Bedeutungen ein und fungiert als gesellschaftspolitische Projektionsfläche für verschiedenste Themen wie die Staatsneutralität, die Geschlechterrollen, die Religionsfreiheit oder die Selbstbestimmung der Frau. In diesem Diskurs wird die eigene, christlich geprägte Kopftuchgeschichte meist ausgeklammert oder als etwas Differentes wahrgenommen. Dieser Aspekt wurde in der vorliegenden Arbeit aufgegriffen und dementsprechende Konvergenzen bzw. Divergenzen aufgezeigt. Diesbezüglich wurden problemzentrierte Interviews mit Kopftuchträgerinnen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen geführt. Es konnte festgestellt werden, dass es die Frau mit Kopftuch nicht gibt. Dahinter stehen vielfältige Motive und Bedeutungen, die das Kopftuch zu einem individuellen Persön-lichkeitsmerkmal und performativen Objekt werden lassen.
Autorenporträt
Margit Dockner, geb. 1982, Mag. phil., Mag. phil. studierte Pädagogik mit Schwerpunkt Heil- und Sonderpädagogik und Sozialpädagogik, sowie Volkskunde an der Karl-Franzens-Universität Graz.
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