Holocaust Education in der heterogenen Gesellschaft

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Eine Studie zum Einsatz videographierter Zeugnisse von Überlebenden der nationalsozialistischen Genozide im Unterricht, Wochenschau Wissenschaft

ISBN: 3734406668
ISBN 13: 9783734406669
Autor: Brüning, Christina Isabel
Verlag: Wochenschau Verlag
Umfang: 448 S.
Erscheinungsdatum: 15.03.2018
Auflage: 1/2018
Format: 2.3 x 21 x 14.9
Gewicht: 585 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 3962945 Kategorie:

Beschreibung

Dem erinnerungskulturellen Umgang mit dem Holocaust steht ein tiefgehender Wandel bevor: Wenn die letzten Überlebenden in den nächsten Jahren sterben, geht die Erinnerung vom kommunikativen in das kulturelle Gedächtnis über. Zugleich wird die sich erinnernde Gesellschaft immer heterogener und die Schüler_innen gehören inzwischen vollständig zur Generation der digital natives. Online-Archive mit videografierten Interviews bieten angesichts dieser Entwicklungen scheinbar eine Zukunftsperspektive für den Unterricht. Die didaktischen Herausforderungen, die der Einsatz von videografierten Zeitzeug_inneninterviews aufwirft, sind dabei vielfältig. Die vorliegende Studie ist die erste im Bereich der historisch-politischen Bildung, die empirisch abgesicherte Befunde zu den relevanten Fragen liefert: Kann die in der Theoriebildung zu digitalisierten Zeugnissen behauptete Begegnung mit den Überlebenden auf dem Bildschirm tatsächlich festgestellt werden? Sind die in der Theorie benannten Immersionseffekte der Interviews für die unterrichtliche Praxis nutzbar zu machen? Welche eigen-sinnigen Sinnbildungen nehmen Lernende in der Arbeit mit den lebensgeschichtlichen Narrativen vor? Wo verlaufen die Grenzen des Mediums gerade auch im Blick auf leistungsschwächere Schüler_innen an Sekundarschulen? Wie müsste Unterricht in der Zukunft anders gedacht und gestaltet werden, um eine inklusivere Holocaust Education ohne (rassistische) Ausgrenzungen zu ermöglichen?

Autorenporträt

Dr. Christina Isabel Brüning arbeitete u.a. als Studienrätin für Geschichte, Politik und Englisch in Berlin, als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin, als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg sowie als Mitarbeiterin am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Sie war darüber hinaus als didaktische Beraterin der CeDiS Projekte mit digitalen Zeitzeug_inneninterviews und als Lehrer_innenfortbildnerin sowie Beraterin der Goethe-Institute in verschiedenen Ländern bei der Umsetzung bilingualen Unterrichts tätig. Aktuell lehrt sie als akademische Mitarbeiterin an der Universität Tübingen am Institut für Geschichtsdidaktik und Public History.

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