Beschreibung
Die Arbeit befasst sich mit dem Lebensweg des tschechischen Einwanderers Jindrich Trachta, der als Leiter der Siedlungsstation der Stadt Batayporã/MS im Siedlungsgebiet im Süden von Mato Grosso (heute Südosten von MS) tätig war, das der Companhia de Viação São Paulo -Mato Grosso gehörte, deren Eigentümer der tschechische Schuhunternehmer Jan Antonín Bata war. Während seiner persönlichen historischen Erfahrung unterhielt Trachta regelmäßig einen Briefwechsel mit seinen in Europa verbliebenen Familienangehörigen und Kollegen. Diese gut gepflegte und erhaltene Dokumentation befasst sich mit seinen persönlichen Erfahrungen, dem Unternehmen, in dem er arbeitete, sowie dem gesellschaftlichen und politischen Leben der Region. Es fand eine Diskussion über Aspekte statt, die das Leben eines tschechischen Einwanderers in Brasilien betrafen, der gekommen war, um in diesem Kolonisationsunternehmen zu arbeiten - über den Alltag, das Verhältnis zur Sprache, zur Gastronomie und zur Religion, den Wunsch nach Rückkehr in die Heimat, Überlebensstrategien sowie den Grad der Geselligkeit mit der lokalen Bevölkerung. Als Forschungsquellen dienten die Briefe, die der Protagonist im Zeitraum von 1949 bis 2000 schrieb und erhielt; diese Unterlagen werden im historischen Archiv des Centro de Memória Jindrich Trachta in Batayporã/MS aufbewahrt.
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