Beschreibung
Auf die Tour erforscht die Teilhabe von Jüdinnen und Juden an der populären Kultur zwischen Wien, Budapest und New York um 1900. Die aufkommende Massenkultur und eine zeitgleiche Massenmigrationsbewegung beeinflussten einander und boten besondere Rahmenbedingungen für jüdisch-nichtjüdische Begegnungen: Eine neue Qualität an Mobilität verband die Hauptstädte der Habsburgermonarchie und die Vereinigten Staaten und prägte die Gesellschaft. Die Mobilität spiegelte sich in der populären Kultur wider. Volkssänger*innen, Gesangshumoristen und Soubretten griffen das Unterwegssein auf. Das bot Möglichkeiten, etwa Vorurteile, Antisemitismus, Nationalismus oder die Grenzen von Geschlechtern zu diskutieren, brachte der populären Kultur aber auch Vorwürfe und Unterstellungen ein, wie, dass sie als Deckmantel für geheime Prostitution diente oder der Untergang für hohe" Kultur war.
Autorenporträt
Susanne Korbel ist Kulturwissenschafterin am Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz, aktuell im vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) geförderten Projekt "New Approaches to a History of Jews in Vienna around 1900". Sie forscht in den Bereichen Migrationsgeschichte, Performance und Gender, Alltag, Populärkultur und Re-Demokratisierung.
Herstellerkennzeichnung:
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