Von Jerusalem zu Aelia Capitolina

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Die römische Politik gegenüber den Juden von Vespasian bis Hadrian, Hypomnemata Untersuchungen zur Antike und zu ihrem Nachleben, Hypomnemata 200, Untersuchungen zur Antike und zu ihrem Nachleben

ISBN: 3525208693
ISBN 13: 9783525208694
Autor: Weikert, Christopher
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Umfang: 425 S.
Erscheinungsdatum: 13.06.2016
Auflage: 1/2016
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

Die Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n.Chr. und die Neugründung als Aelia Capitolina 130 n.Chr. führten zu blutigen Aufständen, derer Rom nur mühsam Herr werden konnte. Die Arbeit untersucht die römische Politik gegenüber den Juden in diesem Zeitraum anhand der disparaten Quellen, auf deren Grundlage bis heute divergierende Erklärungen für die krisenhafte Entwicklung gegeben werden. Das Buch zeigt, dass die römische Politik nicht von einem spezifischen Judenhass seit der flavischen Zeit getragen wurde, sondern machtorganisatorischen Notwendigkeiten folgte.

Die Studie untersucht die Politik Roms gegenüber den Juden nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n.Chr.

Artikelnummer: 8930648 Kategorie:

Beschreibung

Im Jahr 70 n. Chr. wurde Jerusalem bei der Niederschlagung des Jüdischen Aufstands von den Römern zerstört. Die Gründung der römischen Kolonie Aelia Capitolina an ihrer Stelle löste den Bar Kochba-Aufstand (132-136) aus, dessen Rom nur mühsam Herr werden konnte. Neben diesen Ereignissen legt der blutige Aufstand der jüdischen Diaspora (116-117) nahe, dass das Verhältnis zwischen Römern und Juden in diesen Jahren außergewöhnlich schlecht war.Die vorliegende Studie untersucht die römische Politik gegenüber den Juden in diesem Zeitraum umfassend anhand der disparaten Quellen, aus denen bis heute sich widersprechende Hypothesen zur Erklärung der krisenhaften Entwicklung gebildet werden.Den Ausgangspunkt der Untersuchung stellt der römische Bürgerkrieg im sogenannten Vierkaiserjahr 69 n. Chr. dar, in dem Vespasian die Herrschaft erringen und eine neue - die flavische - Dynastie begründen konnte. Den Sieg über die Juden rückte er aus legitimatorischen Gründen in den Mittelpunkt seiner Außendarstellung, um seinen gewaltsamen Griff nach der Macht in der öffentlichen Wahrnehmung zu überdecken. Judäa, das als Zentrum und Heimat der Juden bisher weitgehende religiöse Autonomie genossen hatte, wurde nun immer mehr wie die übrigen Provinzen des Römischen Reiches behandelt. Bei konservativen Juden stieß diese Entwicklung, die aus römischer Sicht in der Regel verwaltungspolitischen Notwendigkeiten folgte, ohne bewusst antijüdisch zu sein, zunehmend auf Widerstand.

Autorenporträt

Christopher Weikert ist Althistoriker und lebt in Wald ZH, Schweiz.

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Vandenhoeck & Ruprecht
Theaterstraße 13
37073 Göttingen
DE

E-Mail: ute.schnueckel@brill.com

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