Beschreibung
Diese Studie widmet sich der Sozialisation und dem äußeren wie auch inneren Erziehungsgang römischer nobiles in der späten Republik. Sie legt dar, wie die Söhne römischer Ritter und Senatoren ihre bestimmende Prägung durch den persönlichen Umgang mit familiären Autoritäten erhielten, wie sie in Kindheit und Jugend auf die mit der politischen Laufbahn verbundenen Aufgaben vorbereitet wurden und wie sie die Jahre der intellektuellen, politisch-zivilen und militärischen Lehrzeit durchliefen. Aufgrund dieser familiären Erfahrungen und Formen praktischer Bewährung bildete sich ein spezifischer Habitus aus, der sich in einer ausgeprägten physischen und intellektuellen Wehrhaftigkeit sowie im Streben nach öffentlicher Wirksamkeit und Geltung ausdrückte und die Senatsaristokratie wesentlich auszeichnete. Die Untersuchung plädiert dafür, die spätestens seit 200 v.Chr. zu beobachtenden Veränderungen in der Sozialisation und Erziehung nicht länger mit dem Verweis auf die Hellenisierung der römischen Oberschicht zu erklären, sondern besser als Prozess einer umfassenden IntellektualisierungKindheit, Jugend, Erziehung und Bildung in der Antike und politische Ideen der Antike des aristokratischen Habitus zu beschreiben.
Autorenporträt
Peter Scholz ist Professor für Alte Geschichte an der Universität Stuttgart.
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E-Mail: ute.schnueckel@brill.com




































































































