Vertrauen, Religion, Ethnizität

Lieferzeit: Lieferbar innerhalb 14 Tagen

69,00 

Die Wirtschaftsnetzwerke jüdischer Unternehmer im späten Zarenreich, Religiöse Kulturen im Europa der Neuzeit 11

ISBN: 3525310498
ISBN 13: 9783525310496
Autor: Schick, David
Herausgeber: Milos Havelka/Friedrich Wilhelm Graf/Martin Schulze Wessel u a
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Umfang: 202 S., 16 Illustr., 9 Fotos, 7 Tab., 9 Abb., 3 Diagrammen und 7 Tab.
Erscheinungsdatum: 02.10.2017
Auflage: 1/2017
Format: 2 x 24 x 16.3
Gewicht: 476 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

Vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen der Industrialisierung waren die ökonomischen Beziehungen unter der jüdischen Bevölkerung Osteuropas in hohem Maße von religiösen Konzepten geprägt. Sie stellten eine wichtige Voraussetzung zur Schaffung von Vertrauen dar. Im Zuge der Transformation dieser Lebenswelt zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese Grundlage erschüttert. In der Folge wurden die religiösen Moralvorstellungen zu einem Hemmnis für wirtschaftliche Innovationen und führten zu einer Abkehr von jüdischen Geschäftsnetzwerken durch jüdische Industrielle. Die Studie erkundet diesen Übergang und die aus ihm entstehenden Konflikte anhand einer großen Bandbreite an Quellenmaterialien.

Welche Rolle spielen ethnische Zugehörigkeiten oder religiöse Überzeugungen für das Entstehen von Wirtschaftsbeziehungen?

Artikelnummer: 2386701 Kategorie:

Beschreibung

Welche Rolle spielen ethnische Zugehörigkeiten oder religiöse Überzeugungen für das Entstehen von Wirtschaftsbeziehungen? Diesem komplexen Zusammenhang geht die vorliegende Studie am Beispiel jüdischer Unternehmer im Zarenreich des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, also in einem Moment der wirtschaftlichen und sozialen Transformation, nach. Im Zentrum der Analyse steht dabei die Frage, wie das für ökonomische Transaktionen notwendige Vertrauen zwischen den Beteiligten generiert wurde. Ausgehend von jüdischen Industrieunternehmen in Lodz, Wilna und Odessa gelingt es der Studie detailreich, die Verflechtungen von Wirtschaft und Religion in der Lebenswelt der Juden Osteuropas zu rekonstruieren.Für die Untersuchung wurde eine große Bandbreite an Quellenmaterialien herangezogen: Neben Geschäftsbüchern, publizistischen Texten, sozialistischen Flugschriften und Geschäftskorrespondenz wurde auch eine bisher unbekannte Autobiographie eines jüdischen Unternehmers ausgewertet. Diesen unterschiedlichen Quellengattungen entsprechend fand mit linguistischen, soziologischen und literaturwissenschaftlichen Ansätzen eine Vielzahl von methodischen Zugängen Anwendung. Die mit Jiddisch, Russisch, Polnisch, Deutsch und Hebräisch große Bandbreite der Quellensprachen spiegelt dabei die kommunikative Vielfalt der jüdischen Bevölkerung Osteuropas umfassend wider.

Autorenporträt

David Schick ist Historiker und arbeitet als Acquisition Editor für den Verlag World Scientific Publishing.

Herstellerkennzeichnung:


Vandenhoeck & Ruprecht
Theaterstraße 13
37073 Göttingen
DE

E-Mail: ute.schnueckel@brill.com

Das könnte Ihnen auch gefallen …