Religion im Parlament

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Homosexualität als Gegenstand parlamentarischer Debatten im Vereinigten Königreich und in der Bundesrepublik Deutschland (1945-1990), Beraten in der Arbeitswelt – Biblischer Kommentar Altes Testament – Bandausgaben – Hypomnemata, Untersuchungen zur Antike und zu ihrem Nachleben – Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft – Lublin Theological Studies 17 – Religiöse Kulturen im Europa der Neuzeit 13

ISBN: 352537061X
ISBN 13: 9783525370612
Autor: Ebner, Katharina
Herausgeber: Friedrich Wilhelm Graf/Milos Havelka/Przemyslaw Matusik u a
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Umfang: 346 S.
Erscheinungsdatum: 16.07.2018
Auflage: 1/2018
Format: 2.8 x 23.7 x 16.6
Gewicht: 688 g
Produktform: Gebunden/Hardback
Einband: Gebunden

In der parlamentarischen Auseinandersetzung mit männlicher Homosexualität von 1945-1990 werden weitreichende Paradigmenwechsel sichtbar. Am Anfang stand eine Affirmation der NS-Gesetzgebung, die die Strafbarkeit homosexueller Handlungen verschärft hatte; am Ende etablierten sich die Forderungen nach juristischer und gesellschaftlicher Gleichstellung. Für den politisch-gesellschaftlichen Umgang mit Homosexualität spielten dabei Verständigungsprozesse über Ausmaß und Inhalt der rechtlichen Regelung ebenso eine Rolle wie Reform- und Liberalisierungsbewegungen innerhalb der christlichen Kirchen.

Die parlamentarische Auseinandersetzung um männliche Homosexualität zeigt weitreichende Paradigmenwechsel in der religiösen Bezugnahme

Artikelnummer: 3275165 Kategorie:

Beschreibung

Der gesellschaftliche Umgang mit Homosexualität in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war von christlich-religiösen Begründungs- und Rechtfertigungsmustern geprägt. In der parlamentarischen Auseinandersetzung im Zeitraum 1945-1990 werden weitreichende Paradigmenwechsel sichtbar. Am Anfang stand eine Affirmation der NS-Gesetzgebung, die die Strafbarkeit homosexueller Handlungen zwischen erwachsenen Männern verschärft hatte; am Ende etablierten sich die Forderungen nach juristischer und gesellschaftlicher Gleichstellung. Für den politisch-gesellschaftlichen Umgang mit Homosexualität spielten dabei Verständigungsprozesse über Ausmaß und Inhalt der rechtlichen Regelung ebenso eine Rolle wie Reform- und Liberalisierungsbewegungen innerhalb der christlichen Kirchen. Religion im Parlament zeigt, dass die parlamentarische Auseinandersetzung über männliche Homosexualität keineswegs einem linearen Emanzipationsnarrativ folgte. Vielmehr konkurrierten alternative Perspektiven, die etwa im britischen Kontext auch noch in den 1980er Jahren reaktiviert wurden. Darüber hinaus zeigt die Arbeit, wie religiöse Bezüge hergestellt wurden, wie sie sich veränderten und welche Varianten und Widersprüche sich ausmachen lassen. Konfessionelle Unterschiede kommen dabei ebenso zu Wort wie regionale Besonderheiten. Anhand dieses Fallbeispiels zeigt die Studie auch, wie um den Platz von Religion vor dem Hintergrund religiöser Transformationsprozesse gerungen wird.

Autorenporträt

Dr. Katharina Ebner ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Moraltheologischen Seminar der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie im theologisch-ethischen Teilprojekt des DFG-Sonderforschungsbereichs-Transregio »Biologie der xenogenen Zell- und Organtransplantation« an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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Vandenhoeck & Ruprecht
Theaterstraße 13
37073 Göttingen
DE

E-Mail: ute.schnueckel@brill.com

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