Ökonomisches Scheitern

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Solidarische Praktiken in Bern 1750-1900, 1800 – 2000. Kulturgeschichten der Moderne 15

ISBN: 3837666425
ISBN 13: 9783837666427
Autor: Häusler, Eric
Verlag: Transcript Verlag
Umfang: 284 S., 20 s/w Illustr., 9 farbige Illustr., 29 Illustr.
Erscheinungsdatum: 20.03.2023
Auflage: 1/2023
Format: 2 x 24 x 15.5
Gewicht: 499 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Paperback

Das alltägliche Scheitern im Kapitalismus – eine historisch-praxeologische Kritik des herrschenden Konkursnarrativs.

Artikelnummer: 7713523 Kategorie:

Beschreibung

In kapitalistischen Gesellschaften ist die Bedrohung eines ökonomischen Scheiterns allgegenwärtig. Besondere Aufmerksamkeit von Historiker*innen verdient der spezifische soziale Umgang mit scheiternden Kredit- und Schuldbeziehungen. Eric Häusler nimmt sich in einer praxisorientierten Quellenanalyse fast 600 Berner Geldstagsrödel (Konkursakten) an. Er beschreibt über 150 Jahre hinweg die Alltäglichkeit des Scheiterns und interpretiert in interdisziplinärer Perspektive den Geldstag als Verfahren, das den bedrohten Haushalten immer auch Zukunftsperspektiven eröffnete. Dieses solidarische Konkursregime weicht deutlich vom Leitmotiv des herrschenden Konkursnarrativs - Nichts als Elend! - ab.

Autorenporträt

Eric Häusler, geb. 1985, ist Gastwissenschaftler an der New School for Social Research und der New York University. Der Historiker promovierte an der Universität Bern, war wissenschaftlicher Mitarbeiter im vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Sinergia-Projekt »Doing House and Family« und Gastwissenschaftler an der Sophia University in Tokyo. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören eine von der neuen Kapitalismusgeschichte inspirierte Wirtschaftsgeschichte und das wachsende Feld der Global Urban History.

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