Beschreibung
In Kiel arbeiteten von 1939 bis 1945 über 30.000 Menschen aus den von Deutschland besetzten Ländern - die meisten von ihnen zwangsweise. Eingesetzt wurden sie auf den Werften, im Bunkerbau und bei der Stadt ebenso wie in kleingewerblichen Betrieben und in Privathaushalten. Das Buch rückt die Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter in den Mittelpunkt: der Arbeits- und Lageralltag, ihr Verhältnis zur deutschen Bevölkerung, die Beziehungen zwischen den verschiedenen Gruppen von Fremdarbeitern sowie die Formen der Verweigerung und der Kontrolle. Anhand von Zeitzeugenberichten wird inbesondere das Schicksal der sowjetischen Zwangsarbeiter beleuchtet. Das Buch schließt mit einem Ausblick auf das Nachkriegsschicksal, auf Erinnerungsweisen und Bewältigungsversuche der Betroffenen. https://www.regionalgeschichte.de/detailview?no=0481
Autorenporträt
statt Autor steht hier das leicht gekürzte Inhaltsverzeichnis Geleitwort 7 1. Einleitung 9 2. Voraussetzungen und Entwicklung des 'Ausländereinsatzes'15 2.1 Begriff und Kategorien von Zwangsarbeit 1939-1945 15 2.2 Verlauf und Umfang des 'Ausländereinsatzes' 16 2.3 Formen der Arbeitskräftebeschaffung 27 3. Einsatzbereiche und Arbeitsbedingungen 41 3.1 Normative Grundlagen 41 3.2 Zur Branchenverteilung der 'Fremdarbeiter' 44 3.3 Tätigkeiten im Betrieb 66 3.4 Entlohnung und Arbeitszeit 70 3.5 Freizeit, Urlaub, Briefverkehr 73 4. Unterbringung 84 4.1 Errichtung und Verwaltung der Ausländer-Lager 84 4.2 Unterkunftsverhältnisse 95 4.3 Zwangsarbeiter im Luftkrieg 105 5. Versorgung 115 5.1 Ernährungssituation 115 5.2 Kleidung 127 5.3 Krankheit und medizinische Versorgung 133 6. Beziehungen zwischen den 'Fremdarbeitern' 142 6.1 Gruppenbildung im Lager 142 6.2 Das Verhältnis zwischen 'Westarbeitern' und 'Ostarbeitern' 147 6.3 Kommunikationsformen der Ausländerpopulation 152 6.4 Liebe und Sexualität im Zwangsarbeitsalltag 156 7. 'Fremdvölkische' und 'Volksgenossen' 163 7.1 Behandlung und Kontakte zu Deutschen am Arbeitsplatz 163 7.2 Begegnungen mit der Bevölkerung im öffentlichen Raum 184 7.3 Liebesbeziehungen zwischen Zwangsarbeitern und Deutschen 192 8. Verweigerung und Widerstand 195 8.1 'Arbeitsvertragsbruch' und 'Bummelei' 195 8.2 Das Verhalten der 'Ostarbeiter' 199 8.3 Der Krieg und das Selbstverständnis der 'Fremdarbeiter' 202 8.4 Politischer Widerstand? 205 9. Kontrolle und Verfolgung 208 9.1 Die 'Ostarbeiterlager' als Repressionsinstrumente 208 9.2 Die Gestapo 214 9.3 Innerbetriebliche Sanktionen 217 9.4 Gestapohaft 221 9.5 'Fremdarbeiter' vor dem Sondergericht Kiel 226 10. Kriegsende und Nachkriegszeit 231 10.1 Die Kriegsendphase 1944/45 231 10.2 Unruhige Tage im Mai: Rache und Dank 238 10.3 Die Abwicklung des DP-Problems 245 10.4 Nachkriegsschicksale und Erinnerungen ehemaliger Zwangsarbeiter 250 11. Zusammenfassung 261 Zwangsarbeiterlager in Kiel und Umgebung 266 Fragebogen 285 Verwendete Zeitzeugenberichte 287 Archive und Privatsammlungen 289 Gedruckte Quellen 289 Literatur 290
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