Beschreibung
Diese Pionierstudie beleuchtet am Reichsgau Niederdonau alltägliche Kräftefelder zwischen Nationalsozialismus und Agrargesellschaft, in denen Akteure ländlicher Lebenswelten untereinander und mit Funktionsträgern des NS-Systems um agrarische Ressourcen rangen: Grundbesitz, Arbeitskraft, Betriebskapital, Agrarwissen und Agrargüter. Das Entwicklungsprojekt des völkischen Produktivismus - die Schaffung eines rassisch und technisch leistungsfähigen Bauern - entfaltete zwiespältige Wirkungen: In technischer Hinsicht vermochte nur eine privilegierte Minderheit der Betriebe ihre Produktivität zu steigern; der Mehrheit mangelte es an nötigen Ressourcen. Hingegen wurden in institutioneller Hinsicht - von der staatlichen Marktordnung bis zu den Wirtschaftsstilen - die Weichen in Richtung Moderne gestellt.
Autorenporträt
Ernst Langthaler, geb. 1965, Studium der Geschichte (Mag. phil. 1995, Dr. phil. 2000) und Habilitation in Sozial- und Wirtschaftsgeschichte (2010) an der Universität Wien
Herstellerkennzeichnung:
Böhlau-Verlag GmbH u Cie.
Lindenstr. 14
50674 Köln
DE
E-Mail: ute.schnueckel@brill.com




































































































