Beschreibung
Ungeachtet der liberalen Bestimmungen in der Gleichstellungsklausel der südafrikanischen Verfassung leiden Transgender-Personen in ihren Gemeinschaften weiterhin unter schwerwiegenden Vorurteilen, Gewalt und Belästigung. Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass diese Intoleranz auf die Art und Weise zurückzuführen ist, wie Transgender-Personen ihre verfassungsmäßigen und gesetzlichen Rechte erlangt haben. Thamar Klein (2009) argumentiert beispielsweise, dass die verfassungsmäßigen Gleichstellungsrechte von Transgender-Personen nicht als Ergebnis eines breiten öffentlichen Bewusstseins oder Konsenses zustande kamen, sondern von oben durch gesetzliche und verfassungsrechtliche Rechte auferlegt wurden. Meine Studie konzentriert sich auf die derzeitige Marginalisierung von Transgender-Personen und untersucht und analysiert Identität und Verkörperung, wie sie in Autobiografien und digitalen Lebensgeschichten vorkommen. Ich konzentriere mich auf Texte wie Trans: Transgender Life Stories (2009), digitale Lebensgeschichten auf den Websites von Gender DynamiX und Triangle Project sowie andere digitale Quellen. Ich setze diese Texte in Beziehung zu relevanten Fragen der Transgender-Identitätsbildung. Ich untersuche, wie eine solche Identität im feindseligen Klima Südafrikas konstruiert werden kann, und stelle Fragen rund um die individuelle Transgender-Identität in den Vordergrund.
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