Veit Stoß und das Krakauer Marienretabel

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Mediale Zugänge, mediale Perspektiven, Medienwandel, Medienwechsel, Medienwissen 24, Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen 24

ISBN: 3034010249
ISBN 13: 9783034010245
Autor: Dümpelmann, Britta
Verlag: Chronos Verlag
Umfang: 312 S.
Erscheinungsdatum: 30.09.2012
Auflage: 1/2012
Format: 2 x 22 x 15.5
Gewicht: 540 g
Produktform: Buch
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 1572931 Kategorie:

Beschreibung

Mit einem feinsinnigen Zusammenspiel von Relief, Malerei und Skulptur, wandelbaren Ansichten und einer elaborierten Interaktion mit dem Raum offeriert das spätmittelalterliche Schnitzretabel dem Betrachter ein variationsreiches Schauangebot. Bisher wurden die Gattungen meist getrennt voneinander untersucht, Fragen nach dem räumlichen Kontext eher beiläufig gestellt und solche nach der Wandelbarkeit erst jüngst aufgegriffen. Von einem medialen Zugang ausgehend, nimmt die Studie zum Krakauer Marienretabel von Veit Stoß (1477-1489) diese Aspekte gezielt in den Blick. Charakteristisch für Krakau ist ein hoch reflektierter Umgang mit dem Medium Schnitzretabel, wobei subtil mit konventionellen Sehgewohnheiten und damit zusammenhängenden Seherwartungen gespielt wird: Fest im Raum montierte Standflügel negieren das Prinzip der Wandelbarkeit scheinbar und erweitern es doch, ausschliesslich skulpturale Gestaltungsmittel erscheinen zum Teil wie Malerei, und die monumentale Skulptur oszilliert zwischen überrealistischem Expressionismus und verfremdender Abstraktion. Woher nimmt Veit Stoß in seinem ersten Grossauftrag solch selbstbewusste mediale Reflexionen? Eine Einbettung in den Kontext der Krakauer Kunst sowie in das theologische, philosophische und humanistische Umfeld in Krakau deckt Parallelen zu zeittypischen Diskursen auf, innerhalb deren Veit Stoß seine künstlerische Position gefunden hat. Dabei kam es - weit mehr als ein Nebeneffekt - nicht zuletzt zu einem Wettstreit mit Rogier van der Weyden, der seinerzeit als maximus pictor galt. Einmal für die Medialität Stoßscher Skulptur sensibilisiert, erscheint auch das weitere uvre des Künstlers in einem erhellend neuen Licht.

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