Sexualität

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Die Vorlesungen von Clermont-Ferrand (1964) und Vincennes (1969), Neue Subjektile

ISBN: 398514124X
ISBN 13: 9783985141241
Autor: Foucault, Michel
Herausgeber: Claude-Olivier Doron/François Ewald
Verlag: Turia & Kant Verlag
Umfang: 400 S.
Erscheinungsdatum: 15.12.2025
Auflage: 1/2025
Format: 2.8 x 24 x 16
Gewicht: 677 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Kartoniert
Artikelnummer: 7206381 Kategorie:

Beschreibung

'Im Vergleich zum sexuellen Glück eines Farns sind wir ziemlich armselig, ja völlig inexistent.' In den 1960er Jahren, lange vor seinen berühmten vier Bänden über die Geschichte der Sexualität, von denen der erste 1976 erschien, hielt Michel Foucault in Clermont-Ferrand und Vincennes zwei umfangreiche Vorlesungen über den Diskurs der Sexualität. In ihnen begegnen wir einem weitgehend unbekannten Foucault: Im Gespräch mit den großen Fragen seiner Zeit führt Foucault die Entdeckungen der Biologie gegen die Restriktionen der zeitgenössischen Sexualmoral ins Feld und analysiert das Sexualverhalten im Licht der Kybernetik. Auf dem Höhepunkt der Studierendenbewegung problematisiert er aber auch Herbert Marcuses Utopie einer freien Liebe. Denn für Foucault streicht sie gerade das aus, worin er - anders als in seiner späteren Geschichte der Sexualität - den wesentlichen Zug der Sexualität erkennt: ein transgressives, tragisches Begehren. Das Manuskript enthält keine ausgearbeiteten Vorlesungstexte, sondern geordnete Notizen, die von den Herausgebern François Ewald und Claude-Olivier Doron umfangreich kommentiert werden. 'Foucaults frühe Vorlesungen liefern uns eine Archäologie jener Sprechweisen, in denen die heutigen Queer- und Transdiskurse ihre Kritik formulieren. Eine notwendige, kontroverse und faszinierende Lektüre, die den Einsatz von Foucaults kritischem Projekt verdeutlicht und zugleich nachvollziehbar macht, warum bestimmte Diskurse über Begehren, Lust und Sexualität uns bis heute prägen.' (Paul B. Preciado)

Autorenporträt

Michael Foucault (1926-1984) war ein französischer Philosoph, Historiker und Gesellschaftstheoretiker. Ab 1970 bis zu seinem Tod war er Inhaber des Lehrstuhls für 'Geschichte der Denksysteme' am Collège de France in Paris. Florentine Emmelot ist Literaturwissenschaftlerin und promoviert am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin. Johannes Kleinbeck ist wissenschaftlicher Assistent am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin.

Herstellerkennzeichnung:


Turia + Kant
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