Rache im Realismus

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Recht und Rechtsgefühl bei Droste-Hülshoff, Gotthelf, Fontane und Heyse, Literalität und Liminalität 24

ISBN: 3837646351
ISBN 13: 9783837646351
Autor: Hückmann, Dania
Verlag: Transcript Verlag
Umfang: 218 S.
Erscheinungsdatum: 14.11.2018
Auflage: 1/2018
Format: 1.5 x 22.5 x 14.8
Gewicht: 354 g
Produktform: Kartoniert
Einband: Paperback

Dania Hückmann untersucht, wie in der Literatur des Realismus Rache in die bürgerliche Gesellschaft einbricht, und fragt: Stellt Rache ein veraltetes oder ein zeitloses Rechtsprinzip dar?

Artikelnummer: 5568603 Kategorie:

Beschreibung

Scheitert die Rache im Realismus? Realistische Texte imitieren das im 19. Jahrhundert in Deutschland entstehende moderne Rechtswesen: Sie wollen Rache - mit erzählerischen Mitteln - eingrenzen. Bis heute erweist sich das Versprechen der Rache als Gerechtigkeit jedoch als äußerst verführerisch.Dania Hückmann zeigt, wie die Texte von Annette von Droste-Hülshoff, Theodor Fontane, Paul Heyse und Jeremias Gotthelf Rache als misslungenes Projekt präsentieren. Zugleich kehrt mit der Rache genau dann ein überholtes Rechtsprinzip wieder, wenn das Gerichtswesen versagt. In der Literatur des Realismus eröffnet Rache dabei keine Alternative zum Recht, sondern bringt nichts als Zerstörung.

Autorenporträt

Dania Hückmann (PhD), geb. 1978, lehrt deutsche Literatur und Erinnerungskultur an der New York University in Berlin. 2015-2016 war sie Harvard College Fellow am Department of Germanic Languages and Literatures. Sie forscht zu Recht und Literatur mit einem Fokus auf Narratologie und Trauma, Zensur und Zeugenschaft. Publiziert hat sie u.a. zu Jean Améry, Heinrich von Kleist, Thomas Bernhard und Quentin Tarantinos Inglourious Basterds.

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