Beschreibung
Der Siegeszug der Nutzpflanze Mais zur weltweit wichtigsten Getreidepflanze wird anhand diverser Voraussetzungen nachvollzogen. Dabei spielen vor allem das hohe Ertragspotential, die vielfache Verwendbarkeit und die weitläufige Klimaverträglichkeit eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wird auf die kulturelle Bedeutung des Mais in den Hochkulturen Mittel- und Südamerikas hingewiesen, die durch Jahrhunderte währende Auslesearbeit und regen Tauschhandel wesentlich zur genetischen Vielfalt dieser Pflanze beitrugen. Das erste europäische Netzwerk der Maisforscher wurde mithilfe der finanziellen Unterstützung seitens des Marshallplans ins Leben gerufen und lieferte wichtige Erkenntnisgewinne, die bei der Entwicklung der ersten Internationalen Agrarforschungszentren (IARC) in den 1960er Jahren eine wesentliche Rolle spielten. In den 1970er Jahren kam es zur Gründung weiterer IARCs, wobei neben der Ernährungssicherheit, zusätzliche Forschungsbereiche, wie beispielsweise der Schutz der natürlichen Ressourcen, Fragen des Klimawandels, sowie Umweltbelange, an Bedeutung gewannen.
Autorenporträt
Edith Hesse verbrachte ihre berufliche Laufbahn in Mexiko und Kolumbien, wo sie in den dort ansässigen Forschungszentren der Beratungsgruppe für Internationalen Agrarforschung (CGIAR) von 1979 bis 2011 tätig war. Nach ihrer Rückkehr nach Österreich entschloss sie sich zum Studium der Geschichtswissenschaften an der Universität Graz.
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