Beschreibung
7:40 Nicht anvertrauen. Keine hovernden Sohlen. Ein Bogen um das Grab seit Wochen. Im Bleigang. Zahllose Parzellen ungehörig klein. Der Glimmerschiefer schon weggekickt, denn jede Zier: untersagt. Die Kirchhofverwaltung ist streng, zu Altwesen kleiner Toter, Empfänger von Zorn über Bande, ein Gärtner schmeißt den Krempel vom Grab, via Paragrafen, die stauben, echt Plunder, doch, einmal aktiviert, schelten für laue Zauber, Bannungsmüh, Gebärden um Material, das noch fasslich, bemalbar ist, wackelt oder flirrt, wenn der Wind bläst. Dann saugen sie mit den Ohren, ihrem gebannten Gesicht, die Altwesen kleiner Toter, ob da eines herüberspricht, vor der Sprache, ob noch eines kommt, das ihre Sprache entgegennimmt.
Was fortdauert als Verlust, wächst im poetischen Tun zur beweglichen Widerständigkeit. Sonja vom Brockes Blauer Ton trägt Erfahrungen in die eigengesetzliche Wirklichkeit der Kunst und hebt sie darin auf. Distichen, Vignetten, zeitenverbindende Sätze finden auf eine Fläche. Ein Imaginiertes, als Körpergedächtnis, geht Seite an Seite mit Erkundungen frankokantabrischer Höhlenkunst, deren Frische erstaunt - Begegnungen mit 30.000 Jahre alter Gegenwärtigkeit. Das Frühwerk und die Date Paintings On Kawaras verzeichnen Unmessbares. Akute Präsenz berührt das Unrettbare - gerade war es noch da. Ein Gang ins Kinodunkel, in dem die Negative Hand sich uns entgegenstreckt. Pins und Fäden im Tagnachtgeflecht, der Tagnacht von Tod und Leben.
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