Beschreibung
Tag und Nacht zerflossen, sein Zustand wurde vom Pegelstand bestimmt. Schließlich wünschte er sich nichts Sehnlicheres, als dass dieser Zustand ein Ende fand. Immer dann, wenn er glaubte, vernünftige Sätze von sich geben zu können und nicht zu nuscheln, rief er in der Senke an. Schließlich erfuhr er, dass Ende Juli ein Bett in der Station 2 frei würde. Als der Tag kam, packte Böck am frühen Morgen seine Sachen. Saß dann wie betäubt auf der Couch, eine Flasche Riesling in der Hand, den Rollkoffer vor sich auf dem Fußboden des Wohnzimmers. Er wollte noch aufräumen, doch er brachte nichts zustande. Böck brauchte Stunden, ehe er sich aufraffen konnte. Bevor er zum Taxistand ging, trank er hastig die Flasche leer
Peter Böck, Schauspieler am Potsdamer Theater und ab und zu im Fernsehen, lebt zurückgezogen, wird von Depressionen geplagt und ist ein sogenannter Pegeltrinker. Als er durch Alkoholexzesse dem Tode nahekommt, begibt er sich in eine Langzeit-Behandlung. Es ist der letzte Versuch, dem Dämon Alkohol zu entkommen, die Sucht zu beherrschen, einen Platz im Leben zu finden. Michael Erbach, der langjährige Chefredakteur der Potsdamer Neuesten Nachrichten, erzählt die Geschichte sachlich und doch einfühlsam, schildert die Situation in der Entgiftungsstation und die Erlebnisse während der Langzeittherapie. Das alles vor dem Hintergrund der Corona-Krise, die dem labilen Böck heftig zusetzt. Halb voll bietet Einblicke in die Sucht, räumt auf mit Klischees und macht Mut - und ist vor allem ein spannendes Leseerlebnis.
Herstellerkennzeichnung:
Jaron Verlag GmbH
Erdmannstr. 6
10827 Berlin
DE
E-Mail: info@jaron-verlag.de




































































































