Beschreibung
Mehr Leiden Ein besseres, schöneres Leben, ja vielleicht wie im Paradies das bleibt unser Wunsch? Wer hat uns dies nur eingeredet, das wir uns dies zu hoffen wünschen? Seit unserer Geburt müssen nicht nur Gebärende leiden, nein, auch wir werden leidend geboren und schreien zum Himmel. Ja, sind wir nunmehr aller, ja, jeder Arbeit los das wir von allem werken, was klein ist und das was groß Verlieren in dem großen Spiel, was früher Schweiß und Fleiß das heute uns genommen, was gestern noch Geheiß. Wir sind doch alle eins und jeder ist für sich. Das Brot wird schlecht verteilt, an einem leeren Tisch Standen wir soeben noch Hand in Hand am Band, so ist der Job geflogen. Veränderung in anderem Land. Tränen hart wie Wasser es rollt das bunte Band. Weniger Gleichheit Formen, Formen der Gedanken, Formen der Sprache, soziale Plastik leben formen gestalten Plastik evolutionärer Prozess. Weniger Freude Unsere ganzen Freuden und alle Versprechungen. Nein, wir leben nicht zum Arbeiten, wir arbeiten zum Leben. Welcher Unsinn. Wir arbeiten immer! Alle! Wir arbeiten und arbeiten, arbeiten an unserer Freiheit. Unsere Freiheit heißt Arbeit. Und ohne Arbeit benötigen wir alle Freiheit, eine Arbeit zu erarbeiten. Die Mühle, in der wir uns ständig drehen, heißt: weniger Freude. Und diese wenige Freude erreichen wir nur ohne Geld. Alles Geld das wir uns erarbeiten um uns damit Freude zu erkaufen zerfließt in eine Erlebniswelt die nur zur Existenz anderer aufgebaut wurde, nicht zu unserem Vergnügen. Mehr Unwissenheit Warum reicht uns nicht das Lesen von Büchern, warum wollen wir sie gleich besitzen, sammeln, einreihen in unser Eigentum. Reicht es uns nicht zu lesen? Texte sind auch im Internet zu beziehen. Warum sind Bücher nicht Kulturgut und völlig kostenlos zu erhalten? Müssen wir für unser Wissen soviel bezahlen? Ist das Wissen aus dem Internet schneller und problemloser greifbar als das Buch aus dem Regal. Warum sind die Bibliotheken nicht im Internet verfügbar? Was wollen wir noch wissen? Ist uns die Pisa-Studie nicht der Beweis das wir uns auf richtigem, dem besten Wege befinden. Was wollen wir noch wissen? Alles, wollen wir wirklich alle Dummheiten wissen. Wissen, dass ich nichts weiß, dieser weise Spruch des Sokrates ist der Gipfel aller erreichbarer Erkenntnis. Was alles haben wir unserem Wissen zu verdanken und wie weit sind wir mit unserem Wissen gekommen. Was haben wir erreicht mit unseren Intellektuellen, ihrem intellektuellen Wissen.
Autorenporträt
Geboren in Aachen wo er bis heute lebt, als Dichter, Philosoph, Dramatiker und Essayist. Seine Gedichte sind eine motivische Darstellung der Einsamkeit, des Vergänglichen, sowie ein melancholischer Sprachduktus in der Tradition pessimistischer Literatur. F. gebraucht seine Lyrik in einer stark verschlüsselten, dichten, meist ungereimten Sprache von großer Eindringlichkeit. F. versucht, die Stellung der Lyrik neu, modern zu justieren. In der Gegenwart verankert seine poetische Sprache deutliche Dichtkunst. Die Verwendung eines lakonischen, bisweilen philosophisch, fragmentarischen Stils, heben beständig die Korrespondenz zwischen Inhalt und Aufbau hervor.
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